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DER KINOFILM AUS DEUTSCHLAND IST OFT KUNST ODER ALBERN. ES GEHT AUCH ANDERS — WENN MAN EINE REGISSEURIN WIE MIA SPENGLER HAT. IHR KINODEBÜT „BACK FOR GOOD“ SAMMELTE NOMINIERUNGEN BEGEHRTER FILMPREISE WIE ANDERE LEUTE PAYBACK PUNKTE.

interview,
uwe buschmann

Fr. Spengler, in Ihrem Film „Back For Good“ haben Sie mit Angie eine wunderbare Figur geschaffen: So oberflächlich wie liebenswert, so abgehoben wie am bzw. auf dem Boden. War Angie die Hauptmotivation für Sie, diesen Film zu machen?

Ja, das kann man tatsächlich so sagen. Auch wenn Stefanie Schmitz, die mit mir das Drehbuch geschrieben hat, und ich, bei der Drehbuchentwicklung eigentlich mit einer ganz anderen Geschichte gestartet sind, in der Angie nur eine Nebenfigur war. Auch noch eine, die am Anfang überhaupt nicht funktionierte, weil wir beide Schwierigkeiten hatten, ihr empathisch nahe zu kommen. Aber das mag man ja als Autor auch nicht auf sich sitzen lassen, also haben wir uns sehr stark mit dieser Figur auseinandergesetzt, recherchiert, Leute getroffen, und darüber habe ich gemerkt, dass Angie ihren ganz eigenen Film verdient hat.

Handelt es sich um die klassische Geschichte vom Saulus zum Paulus bzw. Saula zur Paula?

Hahahaha. Ja, in gewisser Weise schon, auch wenn Angie für mich nie so richtig die Saula war. Es ist die Geschichte einer Frau, die begreift, dass sie sich selbst lieben muss, wenn sie für einen geliebten Menschen Verantwortung übernehmen will.

In Deutschland haben wir es ja gerne gut sortiert und in Schubladen: Ist der Film ein Drama oder eine Komödie?

Eindeutig Tragikomödie!

„Back For Good“ ist Ihre Abschlussarbeit an der Filmakademie. Ist der Film so, wie Sie ihn sich vorgestellt haben?

Ich weiß nicht, ob es das gibt, dass man einen Film macht und er wird genau so, wie man ihn sich vorgestellt hat. Aber „Back For Good“ kommt schon sehr nah dran, an das, was mir vorschwebte. Besonders, weil ich mit meinem Cast so beschenkt wurde. Die Zusammenarbeit mit Kim Riedle war wahnsinnig inspirierend.

 

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Photo Credit © Oscar Sulowski

Wann fühlen Sie sich denn gut unterhalten?

Wenn es weh tut und man trotzdem lachen muss.

Was fasziniert Sie am Filmemachen?

Eigentlich alles. Man versucht, Realität nachzubauen und merkt darüber, dass nichts, aber auch gar nichts, im Leben selbstverständlich ist.

Was möchten Sie in nächster Zukunft machen?

Ich schreibe gerade an einem Teenie-Tanzfilm, das ist so ein bisschen mein eigener, kleiner Tennie-Dream Come True.

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DER FILM BACK FOR GOOD STARTET AM 31. MAI 2018 IN DEN DEUTSCHEN KINOS.

DAS SALVE INTERVIEW MIT DER HAUPTDARSTELLERIN DES FILMS KIM RIEDLE FINDET IHR HIER:

http://salve-magazine.de/kim-riedle/